Gemäß einem Bericht der „Financial Times“ wird der globale Chairman von EY, Carmine Di Sibio, nach dem Scheitern des Großprojekts „Everest“ in den Ruhestand gehen. Di Sibio hatte mit dem Projekt, das Berichten zufolge rund 600 Mio. US-Dollar an Kosten verschlungen haben soll, den Beratungszweig von EY ausgliedern und an die Börse bringen wollen. Dabei stieß er jedoch auf starken Widerstand vieler Wirtschaftsprüfer insbesondere der EY-US-Gesellschaft.
Di Sibio habe laut Financial Times seinen Partnern bei EY soeben mitgeteilt, dass er im kommenden Jahr endgültig in den Ruhestand gehen werde. Ursprünglich hätte seine Amtszeit von vier Jahren in diesem Monat geendet, jedoch verlängerte EY seinen Vertrag um weitere zwei Jahre, damit er über das Renteneintrittsalter von 60 Jahren hinaus weiterarbeiten und sich maßgeblich um die Aufspaltung kümmern konnte. Di Sibio beabsichtige, das Unternehmen noch bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres im Juni 2024 zu leiten. Es ist davon auszugehen, dass diese Ankündigung bereits jetzt einen Wettbewerb um die Führungsposition im Unternehmen auslösen wird.
„Ich bin stolz auf die kühne Vision, die wir im Projekt dargelegt haben. Der Mut, den wir gezeigt haben, hat die gesamte Branche auf einen neuen Kurs gebracht, der sich erst in den kommenden Jahren zeigen wird“, kommentiert Di Sibio mit Blick auf das Projekt Everest. „Langfristig wird uns ein solcher Plan zu einer verbesserten Organisation führen. Doch jetzt ist es an der Zeit, eine neue Generation von Führungskräften hervorzubringen“, so Di Sibio.
Quelle Titelbild: FT montage/Bloomberg

Ausser Spesen nichts gewesen… 600 Millionen…. Dass man so einem Herrn noch paar Tage im ‚Amt‘ laesst, spricht Baende…