Der neue Mann an der McKinsey-Spitze heißt Bob Sternfels

Im mehrstufigen Wahlverfahren konnte sich der US-Amerikaner Bob Sternfels erfolgreich gegen den letzten verbliebenen Kontrahenten, Sven Smit aus den Niederlanden, durchsetzen. Der 51-jährige Sternfels wird somit ab Juli neuer Global Managing Partner der weltweit größten Strategieberatung. Er wird Kevin Sneader ablösen, dem die 650 Senior Partner das Vertrauen entzogen und der somit erstmals seit dem Jahr 1976 nur eine Amtsperiode ausfüllen darf. Ein Paukenschlag, der nach einigen rufschädigenden Skandalen offenlegt, dass die Partnerschaft derzeit von internen Zerwürfnissen und tiefgreifender Unzufriedenheit geprägt ist.

Sternfels tritt eine diffizile Aufgabe an: Er muss sowohl intern als auch extern das Vertrauen zurückgewinnen, welches durch die Skandale in Südafrika und den USA sowie durch das Krisenmanagement im Nachgang dieser, zerrüttet wurde. Das Selbstverständnis von McKinsey ist es, nicht nur kluge Strategien und Konzepte zu liefern. Vielmehr möchte man Kunden und der Gesellschaft helfen, die Welt zu einem Besseren zu verändern. Diese Haltung ist wie ein Ehrenkodex für die McKinsey-Berater:innen zu verstehen – der durch die Skandale zuletzt erheblich beschädigt worden war. Für Sternfels wird es somit nicht nur darauf ankommen, sauberes Krisenmanagement zu betreiben, sondern McKinsey wieder den Stolz einzuhauchen und das hohe Ansehen im Markt zu verschaffen, welches man zuvor schon fast als Selbstverständlichkeit genießen konnte. Man könnte auch pathetisch behaupten, dass Sternfels die Reputation der Strategieberatung an sich reinstallieren muss, da McKinsey neben BCG der bedeutendste Repräsentant der Zunft ist.

Ich bin entschlossen, auf den wichtigen Veränderungen aufzubauen, die Kevin angestoßen hat und die unsere Partnerschaft begrüßt.

Bob Sternfels laut einer McKinsey-internen Nachricht

Nun also wird Sternfels doch noch das höchste Amt bei McKinsey antreten, nachdem er noch in der Wahl zuvor in der Endauswahl gegen Kevin Sneader unterlegen war. Der Senior Partner aus Kalifornien ist Mitglied des Shareholders Councils, was dem amerikanischen Board of Management entspricht, und verantwortet dort die so genannten „Client Capabilities“, also sowohl die operative Aufstellung der Industry Practices und der funktionalen Bereiche als auch McKinseys Innovationsagenda.

Sternfels studierte Wirtschaft, Politik und Philosophie an der Stanford University sowie an der University of Oxford in England. Er ist seit rund 26 Jahren in der Firma und konnte in dieser Zeit ein weltweites Netzwerk innerhalb der Firma aufbauen.


Bildrechte: McKinsey & Company

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