In stürmischen Zeiten startet McKinsey Wahlverfahren um CEO-Posten

Nachdem sich McKinsey in den vergangenen Jahren einigen medienwirksamen Skandalen und gerichtlichen Auseinandersetzungen stellen musste, startet nun turnusgemäß das Wahlverfahren um die Besetzung des Global Managing Partners.

Der aktuelle CEO, Kevin Sneader, der im Jahr 2018 in das höchste Amt des Unternehmens gewählt worden war, hatte sich intensiv mit Krisen auseinandersetzen müssen, die für die Reputation des weltgrößten Strategieberaters durchaus schädlich waren. So stimmte McKinsey Anfang Februar dieses Jahres im Rahmen eines juristischen Vergleichs der Zahlung einer Summe in Höhe von $ 574 Millionen zu, um eine Klage von 49 US-Bundesstaaten beizulegen. McKinsey hatte mit seinem strategischen Rat an Purdue Pharma und weitere Opioid-Hersteller dazu beigetragen, dass es in der Folge bei Anwendern zu Überdosierungen gekommen war. Weitere Vergleichszahlungen in den USA und Südafrika, wo man in einen weitreichenden Korruptionsskandal verstrickt war, lagen ebenfalls in einem zweistelligen Millionenbereich. Alle diese Fälle hatten ihren Ursprung noch vor der Amtszeit Sneaders, der sich in den vergangenen Jahren persönlich stark in das Krisenmanagement einbringen musste.

Drei Jahre im Krisenmanagement gefordert, jetzt muss er sich der Wahl stellen: Global Managing Partner Kevin Sneader

Tatsächlich wäre es eine Überraschung, wenn Sneader nicht im Amt bestätigt würde, da zuvor fünf seiner Vorgänger mindestens zwei Amtszeiten ausüben konnten und viele dieser Wahlen einstimmig ausfielen. Nun also sind die 650 Partner weltweit in einer ersten Wahlphase aufgefordert, diejenigen Kollegen und Kolleginnen zu benennen, die sie als potenzielle McKinsey-Chefs sehen: Jede/r Partner/in darf in dieser ersten Runde bis zu sieben Personen benennen, egal ob diese sich selbst auf dem Posten sehen oder nicht. In einem nächsten Schritt werden dann alle Namen von den Senior Partnern in ein Ranking überführt, aus dem dann zwei Kandidaten/innen resultieren, die final zur Wahl gestellt werden.

Die Financial Times berichtet davon, dass unter den ersten 10 Personen, die benannt wurden, auch Bob Sternfels sein soll, der Sneader in der Wahl 2018 noch unterlegen gewesen war. Weitere Kandidaten/innen sollen Homayoun Hatami (Managing Partner Frankreich), Liz Hilton Segel (Managing Partner Nordamerika), Virginia Simmons (Managing Partner UK und Irland), Sven Smit (Co-Chairman des McKinsey Global Institute) sowie Rodney Zemmel (Leiter der Digital Transformation Practice) sein. 


Bildrechte: McKinsey

 

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