Aktuelle Top-Personalien im deutschen Beratungsmarkt

In den vergangenen Tagen gab es gleich drei bemerkenswerte Ankündigungen zum Spitzenpersonal führender Beratungshäuser zu verzeichnen: Roland Berger, PwC und Oliver Wyman gaben bekannt, wer in den kommenden Jahren an das Ruder darf.

Bei Roland Berger gilt: „Never change a running system“

Nachdem Charles-Edouard Bouée als CEO und Stefan Schaible als dessen Vertreter recht erfolgreich zur Stabilisierung beigetragen und Roland Berger wieder auf Wachstumskurs geführt haben, dürfen sich beide über ihre Bestätigung in ihren Ämtern freuen.

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Charles-Edouard Bouée, alter und neuer CEO von Roland Berger (Bild: Roland Berger)

Marcus Berret, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Roland Berger, sagt: „Charles-Edouard hat es in seiner ersten Amtszeit als CEO geschafft, Roland Berger auf einen starken, nachhaltigen Wachstumskurs zu bringen. Auf diesem Weg waren seine Vision und Energie entscheidend“. Der erfolgreich wiedergewählte Franzose sagt mit Blick in die Zukunft: „Als Unternehmen werden wir weiterhin genau das umsetzen, was wir auch unseren Kunden empfehlen: eine agile und flexible Organisation aufzubauen, die in der Lage ist, das Potenzial der digitalen Technologien zu nutzen. Digitale Expertise und innovative Managementansätze sind Teil unserer Unternehmens-DNA. Um allen Anforderungen unserer Klienten in digitalen Projekten gerecht zu werden, investieren wir weiter in unser Ökosystem Terra Numerata“.

Sieben Köpfe für das neue Führungsteam bei PwC Deutschland

Zu einer Neuaufstellung kommt es hingegen beim Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgiganten Pricewaterhousecoopers (PwC) in Deutschland. Der bisherige Deutschlandchef, Norbert Winkeljohann, stößt nach 8 Jahren im Amt an die unternehmensintern geltenden Altersgrenzen – er ist Jahrgang 1957. Ihm als Sprecher der Geschäftsführung nachfolgen wird ab dem 1. Juli Ulrich Störk (48), der bisher den mit 2.800 Mitarbeitern größten deutschen Standort in Frankfurt leitete.

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Dr. Ulrich Störk, neuer Deutschlandchef von PwC (Bild: PwC)

Das Führungsteam wurde um zwei Personen reduziert und wird sich neben Störk aus den folgenden Personen zusammensetzen: Den Geschäftsbereich Wirtschaftsprüfung verantwortet weiterhin Petra Justenhoven. Joachim Englert übernimmt den Bereich Advisory, in dem die Strategie-, Management- und Transaktionsberatung gebündelt sind. Englert bringt Erfahrung aus großen Digitalisierungs- und Restrukturierungsprojekten mit. Die Unternehmenssparte Tax & Legal leitet künftig Klaus Schmidt. Er war bislang für die Bereiche M&A und Private Equity Tax zuständig und folgt auf den bisherigen Geschäftsführer für diesen Bereich, Marius Möller. Dieser wird in der Geschäftsführung die Ressorts Personal, Finanzen und Operations verantworten. Der Geschäftsführer Mittelstand und Familienunternehmen, Peter Bartels, übernimmt zusätzlich die Verantwortung für das Großkundengeschäft und digitale Dienstleistungen. Den Sektor Finanzdienstleistungen wird Clemens Koch betreuen. Clemens Koch verfügt über mehr als 20 Jahre Managementerfahrung in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und Beratung bei einer Vielzahl von nationalen und internationalen Unternehmen im Finanzsektor.

Digitalexperte übernimmt bei Oliver Wyman das Spitzenamt

Mit der Ernennung zum CEO für Deutschland und Österreich setzt Oliver Wyman ein Signal in Richtung Zukunft: Mit Kai Bender (46) wird zum 1. Juli ein ausgewiesener IT- und Digitalexperte die Geschäfte übernehmen. Der 46-jährige promovierte Informatiker ist seit 2009 Partner bei Oliver Wyman und hat sich neben seiner operativen Projetkarbeit zuletzt stark in die Akquisition und Integration von Firmen wie LShift (Software), Draw (Digitalagentur) und 8works (Design Thinking) eingebracht.

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Dr. Kai Bender, neuer CEO Deutschland und Österreich bei Oliver Wyman (Bild: Oliver Wyman)

Oliver Wyman setzt mit dieser Personalie ein klares Signal, dass sich das Unternehmen als Top-Beratung im Umfeld der digitalen Transformation positionieren möchte. Bender folgt auf Finja Kütz (45), die zuletzt Ihren Wechsel zur Unicredit angekündigt hatte, um dort die Position des Group Transformation Officers einzunehmen.

 

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