McKinsey startet Wahl eines neuen Global Managing Partners

Über drei Amtsperioden hinweg stand Dominic Barton in der Rolle des Global Managing Partners an der Spitze der Topmanagementberatung McKinsey, nun kündigt sich die Wahl seines Nachfolgers an. Die Gesellschafterordnung von McKinsey sieht vor, dass dieselbe Person maximal drei Amtszeiten als CEO aktiv sein darf. Barton, der nach seiner erstmaligen Wahl im Jahr 2009 in den Jahren 2012 und 2015 erfolgreich wieder gewählt worden war, wird somit nach erfolgreicher Tätigkeit in einem schwierigen Marktumfeld den Staffelstab an einen Nachfolger übergeben müssen. Nach einem Skandal im Jahr 2011 rund um Insiderhandel, in dessen Folge der vormalige McKinsey-CEO Rajat Gupta für 11 Jahre ins Gefängnis einfahren musste, geriet McKinsey zuletzt in Südafrika ins Visier der Behörden, als es um den Vorwurf der Korruption ging. Kein ruhiges Fahrwasser für den Global Managing Partner einer Firma, die sich selbst höchste Professionalität, Verschwiegenheit und eine hohe moralische Selbstverpflichtung auferlegt.

In dieser Woche nun kamen die Senior Partner von McKinsey in London zusammen, um in die erste Phase der Nachfolgeregelung einzusteigen. In der ersten Runde nominiert jeder der rund 550 Senior Partner in freier Wahl bis zu sieben Kandidaten. Diese offene Phase mit zahlreichen Kandidatennennungen wird bis Januar 2018 abgeschlossen sein. Die zehn am häufigsten benannten Kandidaten werden in einer zweiten Wahlrunde Anfang Februar gegeneinander antreten. Die zwei erfolgreichsten Kontrahenten aus dieser Abstimmung treten in einer finalen dritten Runde gegeneinander an. Das Endergebnis der Stichwahl wird für März 2018 erwartet.

Wie die Financial Times berichtet, werden von sechs ehemaligen McKinsey-Mitarbeitern hinter vorgehaltener Hand vier mögliche Kandidaten genannt, die zum Kreis der Favoriten zählen:

  • Gary Pinkus, Managing Partner Nordamerika
  • Kevin Sneader, Chairman der Region Asia-Pacific
  • Vivian Hunt, Managing Partner UK und Irland
  • Bob Sternfels, Head of Global Functions

Ob diese vier Personen tatsächlich als Kandidaten in eine zweite Wahlrunde einziehen werden, kann nicht vorhergesagt werden, da die offene Nominierung mit einigen Überraschungen einhergehen kann. Wie es ein früherer McKinsey-Partner gegenüber der Financial Times ausdrückt:

„It is a bizarre election with no candidates and no manifestos. More often than not, partners vote for people they know.“

Früherer McKinsey-Partner

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