Als im Jahr 2008 die  Entscheidung getroffen wurde, dass Booz Allen Hamilton (BAH) und Booz & Company getrennte Wege gehen würden, vereinbarte man eine Non-Compete-Vereinbarung: BAH sollte ausschließlich auf das lukrative Regierungsgeschäft für amerikanische Behörden fokussieren, während Booz & Co. das Recht in Anspruch nahm, seine Strategieberatungsdienstleistungen weltweit an den Markt zu bringen. Dieser Wettbewerbsausschluss fällt nun, auch da Booz & Co. unter dem neuen Brand Strategy& Teil des PwC-Netzwerks geworden ist, weg.

Ab Januar wird Horacio Rozanski neuer globaler CEO von BAH und kündigt bereits heute Großes an: Booz Allen Hamilton wird erstmals seit 2008 jenseits der USA Managementberatung anbieten und plant einen massiven Ausbau des Standortes Abu Dhabi als strategischen „Hub“ für eine weitere Expansion im Mittleren Osten. Angedacht sei ein Netzwerk an Offices in dieser Region in Städten wie Dubai, Riad, Beirut und Doha. Personeller Ausgangspunkt dieses Wachstumspfades ist ein Team fünf ehemaliger Mitarbeiter von Booz & Co., die nun unter der Flagge Booz Allen Hamiltons die „Reinvestition“ in diese Region betreiben werden. BAH wird Kunden in den Industriesegmenten Healthcare, Financial Services, Energy, Telecoms, Aerospace und Transport funktionale Services zu den Themen Digital, Cybersecurity, Data Analytics, Human Capital, Operations und Supply Chain offerieren.

Ein bemerkenswerter Schritt, der die Frage aufkommen lässt, ob BAH nun auch als Wettbewerber am relativ gesättigten deutschen Beratungsmarkt seinen Hut in den Ring werfen wird? Horacio Rozanski muss kein Prophet sein, wenn er in einem lesenswerten Artikel des Onlinemagazins „The National“ feststellt: “The consulting industry of 25 years ago will not be here in another 25 years.”