Neuer Consulting-Report von pumpkincareers – David Döbele: „Nachfrage nach Jobs in der Beratung weiter auf sehr hohem Niveau“

Der soeben veröffentlichte Consulting-Report von pumpkincareers, einer führenden Karriereberatung für Young-Professionals, zeichnet aktuelle Entwicklungen von Berufseinsteigenden in der Strategieberatung nach. Auf Basis von rund 1.300 analysierten Profilen kommt die Studie zur Erkenntnis, dass ein Einstieg in die Welt der Unternehmensberatung nach wie vor hoch im Kurs steht. Wie ein solcher Einstieg gelingen kann, untersucht der Report entlang von verschiedenen Dimensionen.

pumpkincareers richtete den Fokus der Recherche auf Young Professionals innerhalb der deutschsprachigen Region, die nach ihrem Studium bei folgenden Häusern einstiegen: Bain & Company, Boston Consulting Group (BCG), Kearney, McKinsey & Company, Oliver Wyman, Roland Berger sowie Strategy&. David Döbele, Co-Geschäftsführer von pumpkincareers: „Wir haben knapp 1.300 LinkedIn-Profile ausgewertet und so eine breite Datengrundlage geschaffen. Es ist uns jedoch wichtig zu betonen, dass dieser Report nicht 100% der Einsteigerinnen und Einsteiger abdecken kann, da einige der Personen kein oder kein aktuell gepflegtes LinkedIn-Profil besitzen. Dennoch decken sich viele der Auswertungen mit den Einschätzungen, die wir über die letzten 4,5 Jahre mit unserer Karriereberatung pumpkincareers sammeln konnten“.

David Döbele, Co-Founder und Co-Geschäftsführer von pumpkincareers © pumpkincareers

Der gesamte Consulting-Report 2024 lässt sich kostenfrei auf der Homepage von pumpkincareers herunterladen: https://pumpkincareers.com/consulting-report. Die nachfolgenden Punkte fassen die Haupterkenntnisse des Reports zusammen.

Anzahl an Praktika

Die durchschnittliche Anzahl der Praktika beträgt 4,6. Personen, die mit einem Bachelor-Abschluss einsteigen, benötigen im Schnitt nur 4,3 Praktika. Personen mit einem MINT-Studienhintergrund benötigen nur 4,0 Praktika und bei einem Einstieg in der Schweiz werden im Schnitt 4,2 Praktika benötigt. David Döbele sortiert diese Zahlen wie folgt ein: „Grundsätzlich ist es möglich, mit nur zwei Vorpraktika ein Angebot von einer Top-Strategieberatung zu erhalten. Dies gelingt allerdings nur wenigen Studierenden, da dafür eine sehr effektive Steigerung hinsichtlich des Anspruchs an Bewerbungsprozesse und des Renommees der Firmen notwendig ist.“

Bachelor vs. Master

Im Schnitt steigen 9% der im Report analysierten Personen nach dem Bachelor ein – der Rest nach dem Master. Je nach Beratung schwankt diese Quote dabei allerdings zwischen 5% und 14%. Döbele: „Um nach dem Bachelor einzusteigen, braucht man ein sehr starkes Profil und sollte im Idealfall ab Beginn des Studiums dieses Ziel klar definiert haben und darauf hinarbeiten.“

Bedeutung der Hochschule bei Bachelor-Absolvierenden

Die gefundenen Personen, welche mit einem Bachelor-Abschluss eingestiegen sind, haben an 46 Hochschulen studiert – ca. 20% der Bachelor-Einsteiger kommen von der Uni St. Gallen, weitere 10% von der WU Wien. Die Top-6 Hochschulen für den Einstieg nach dem Bachelor machen über 50% der Einsteiger aus.

  • Universität St. Gallen (19,3%)
  • WU Wien (10,5%)
  • Universität Mannheim (7,9%)
  • WHU (6,1%)
  • LMU München (4,4%)
  • Goethe Universität, Frankfurt School of Finance, EBS (jeweils 3%)
  • ESB, ESCP, Universität zu Köln (jeweils 2%)

Bedeutung der Hochschule bei Master-Absolvierenden

Bei einem Einstieg nach dem Master steigert sich die Anzahl der Hochschulen auf 165. Die Top-10 Hochschulen (4 davon Hochschulen außerhalb des DACH-Raums) machen dabei über 50% der Personen aus. Auch dieses Ranking führt die Uni St. Gallen mit 12% aller Master-Einsteiger klar an:

  • Universität St. Gallen (12%)
  • TU München (7,7%)
  • Universität Mannheim (6%)
  • WU Wien (5%)
  • Nova Business School (4,1%)
  • HEC Paris (3,8%)
  • LSE London School of Economics (3,7%)

„War es früher bei vielen Top-Beratungen noch ein absolutes No-Go, beispielsweise von einer Fachhochschule einzusteigen, öffnen sich jetzt immer mehr Beratungshäuser auch für ‚Non-Target‘ Unis. Wir begrüßen diese Entwicklung sehr, denn: Nur, weil man an einer Top-Uni studiert, heißt das nicht automatisch, dass man auch einen Top-Job in der Beratung machen wird“, so David Döbele.

Studiengang

71% der Personen, die nach dem Bachelor oder Master in einer der Strategieberatungen einsteigen, studieren Wirtschaftswissenschaften, 12% einen Mixstudiengang, 12% ein MINT-Fach und 5% Sozialwissenschaften. Zwischen den einzelnen Beratungen gibt es allerdings deutliche Unterschiede: so werden zum Beispiel zwischen 66% und 93% Wirtschaftswissenschaftler eingestellt.

Frauen-Anteil

62% der Einstiegspositionen werden von Männern besetzt. 38% der Einsteiger nach Bachelor oder Master sind also Frauen. Bei 5 von 7 Beratungen bewegt sich die Frauenquote zwischen 33 und 42%, bei den beiden verbleibenden Beratungen dagegen bei 19% und 27%. „In diesem Bereich gibt es für einige Beratungen noch viel Arbeit“, mahnt David Döbele.


Quelle Titelbild: pumpkincareers

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