KPMG hält 2016 Anschluss zu den Wettbewerbern

Wie gehabt veröffentlicht KPMG immer als letzte der Big Four Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften den eigenen Jahresbericht. Für 2016 lassen sich die Zahlen sehen. Wie die Konkurrenz schafft es KPMG weltweit, eine Wachstumsrate im höheren einstelligen Bereich zu realisieren. Am gestrigen 13. Dezember konnte das Unternehmen einen Jahresumsatz in Höhe von USD 25,4 Mrd. bekannt geben.

Der detaillierte Blick in den Bericht verrät folgendes:

  • Das Wachstum gelang über alle drei Regionen hinweg: APAC konnte mit 9,8% am stärksten wachsen, knapp gefolgt von Americas mit 9%, während Europe, Middle East, India & Africa auf rund 6% Wachstum kamen.
  • Funktional stand erneut Advisory weltweit mit einem Umsatzplus von rund 11,5% gegenüber dem Vorjahr besonders gut da, während Tax Advisory 8,8% und Audit noch 4,5% Wachstum auswiesen.
  • Über die kommenden drei Jahre plant KPMG das größte Investitionsprogramm seiner Geschichte: Mit einem Budget von USD 2,5 Mrd. wird das Unternehmen in neue Services, Technologien und Allianzen / Kooperationen rund um Strategieberatung, Data Analytics, Cyber Security, Digitalisierung und Audit investieren.

Schließlich ist noch erwähnenswert, dass die Mitarbeiterzahl bei KPMG ebenfalls um 8% wuchs und nun bei rund 189.000 Mitarbeitern liegt. John Veihmeyer, globaler Chairman von KPMG: „KPMG gives our high-performing recruits the foundation upon which to build an exceptional career. Global Mobility assignments, collaborative working, innovative learning, and our inclusive culture, create a multi-disciplinary organization with the skills to make KPMG the clear choice for clients.“

Wie sieht nun der Blick auf die Big Four für das Jahr 2016 insgesamt aus?

tabelle-bigfour-2016

Deloitte ist und bleibt vorerst die größte Professional Service Firm der Welt, dicht gefolgt von PwC, wo man 2016 nicht so stark wachsen konnte wie der direkte Wettbewerber. Mit leichtem Abstand, aber guter Wachstumsrate folgt EY vor KPMG. Aus deutscher Perspektive ist es erstaunlich, dass zwischen Deloitte und KPMG satte USD 11,4 Mrd. Unterschied liegen, da doch das Umsatzranking für den deutschen Markt deutlich anders ausfällt.

Bemerkenswert: Beim Umsatz pro Kopf ist PwC am erfolgreichsten, während EY hier offensichtlich (noch) nicht das Optimum aus den über 230.000 Mitarbeitern herausholt. Mit großer Sicherheit kann jedoch bereits heute festgestellt werden, dass sich durch das Rotationsprinzip im Bereich der Wirtschaftsprüfung eine Verschiebung der Umsatzverhältnisse ergeben wird. Diejenige Big Four, die es versteht, kostengünstig und qualitätstreu Audit Services zu liefern und gleichzeitig Big Tickets im Bereich des Consultings einzufahren, wird in der Zukunft besonders erfolgreich sein. Das Rennen ist weiterhin offen.

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