Wie die WirtschaftsWoche exklusiv meldet, wird die PwC Europe Holding, zu der die Länder Deutschland, Österreich, Niederlande und Belgien gehören, um ein weiteres Land erweitert: So habe die türkische Ländergesellschaft sich im Verlauf der vergangenen Woche mit der europäischen Holding darauf verständigen können, dem Verbund beizutreten.

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Insgesamt 34 türkische Partner und weitere 1.300 Mitarbeiter schließen sich der Holding an, die damit auf 860 Partner und 16.700 Beschäftigte mit einem Jahresumsatz von rund 2,5 Milliarden Euro wächst. Norbert Winkeljohann, Chef von PwC Deutschland, kommentiert diesen Schritt: „Die Wachstumsprognosen für die türkische Wirtschaft sind hervorragend“.

PricewaterhouseCoopers ist, wie einige Wettbewerber im Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgeschäft, in einer Ländergesellschaftsstruktur organisiert. Die Equity Partner eines Landes sind Eigentümer der jeweiligen Landesgesellschaft, welche wiederum zwar Teil des internationalen PwC-Netzwerks sind, dabei jedoch legal-juristisch eigenständig bleiben. Diese rechtliche Unabhängigkeit ist für Wirtschaftprüfungen von Vorteil, da es im Audit-Geschäft im Falle juristischer Auseinandersetzungen im Kontext der Multi-Millionen-Mandate gegebenenfalls zu Sanktionen kommen könnte, die für ein zentral integriertes Unternehmen zu einem existenzbedrohenden Risiko werden können. Zugleich fällt es solchen Netzwerkstrukturen jedoch schwerer, grenzüberschreitende Beratungsmandate ohne Reibungsverlust zu orchestrieren. Der Zusammenschluss von einzelnen Ländergesellschaften innerhalb einer Holding ist somit ein naheliegender Zwischenschritt, um beide Aspekte miteinander zu vereinbaren.