BearingPoint – Totgesagte leben länger

Mit einem Umsatzwachstum von 1,3% kann die europäische Management- und Technologieberatung BearingPoint für 2014 ein Rekordergebnis in Höhe von € 560 Millionen vermelden. Noch weitaus erfreulicher ist der Blick auf die Profitabilität des Unternehmens: Mit 6,2% wuchs der EBIT umso stärker – und ebenso auf Rekordhöhe. Besonders ins Auge fällt zudem das mit 5,6% robuste Umsatzwachstum in der deutschsprachigen Region. Marcel Nickler, Regionalleiter DACH, stellt fest: „Thematisch fokussieren wir unsere Beratungsleistungen in der D-A-CH-Region auf Digitalisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit. Das sind die substantiellen Treiber des Geschäftes.“

Wie Peter Mockler, Managing Partner von BearingPoint, stolz kommentiert, seien die vorgelegten Zahlen sowohl die Konsequenz einer klaren Kundenorientierung als auch des partnerschaftlichen Prinzips von BearingPoint.

Peter Mockler, Managing Partner BearingPoint
Peter Mockler, Managing Partner von BearingPoint
© BearingPoint

Damit deutet er an, wie märchenhaft der steinige und letztlich erfolgreiche Wiederaufstieg des Unternehmens in den vergangenen Jahren war.

Phönix aus der Asche

Was 1997 mit der Abspaltung von „KPMG Consulting“ gegründet und 2002 erstmals als BearingPoint am Markt positioniert worden war, erlebte im Februar 2009 das dunkelste Kapitel der Unternehmensgeschichte: die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens nach Chapter 11 gemäß amerikanischem Recht. Die börsennotierte Gesellschaft zählte damals nur noch zum Penny-Stock, der Ruf im Markt war ruiniert.

Im August 2009 begann dann eine der Erfolgsgeschichten, die im Consultingsegment selten zu finden sind. Es gelang ein Management Buyout, wodurch die Partner zugleich zu den Eigentümern der Firma wurden. Seitdem operiert BearingPoint EMEA als rechtlich unabhängige und selbständige Gesellschaft in „echter“ Partnerschaft.

Die vorgelegten Zahlen und der Wachstumskurs der vergangenen Jahre geben Mockler und seinen Kollegen mit dem eingeschlagenen Kurs vorerst Recht. Die Partner und mit Ihnen die rund 3.000 Mitarbeiter waren in der Lage, das Unternehmen aus eigener Kraft zu repositionieren und in schwierigem Marktumfeld profitables Wachstum abzusichern. In den vergangenen Monaten konnte man mit neuen Offices in den USA, in Italien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten auch regional wachsen – heute agiert das Unternehmen von 32 Standorten aus in 18 Ländern der Welt. Und auch für 2015 hat man sich weiteres personelles und organisatorisches Wachstum vorgenommen: Neben der Eröffnung weiterer Standorte stünden auch weitere „Excellence Center“ kurz vor der offiziellen Verkündung, wie es in der Pressemitteilung heißt.

BearingPoint – oder auch „Totgesagte leben länger“. Chapeau!

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