Der Umbau bei Roland Berger Strategy Consultants hat in den vergangenen Monaten dazu geführt, dass zahlreiche Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben – alleine 55 Partner, wie das manager magazin berichtet.

Nun werden erste Details des Strategieplans „New Roland Berger“ bekannt, die der neue CEO Charles-Edouard Bouée entwickelt hat. Einer der Kernpunkte dieser Strategie umfasst das Etablieren mehrerer neuer Brands. So seien Tochtergesellschaften wie „Roland Berger Digital“, „Roland Berger Real Estate“ oder „Roland Berger Executive Communications“ vorstellbar und in Planung. Verbunden mit diesen themenspezifischen Initiativen seien neuartige Kooperationen und Allianzen.

All dies mit dem Ziel, das Geschäft von Roland Berger in den kommenden Jahren zu verdreifachen. Kostensenkungsmaßnahmen sind bereits in der Umsetzung, so dass für das laufende Jahr erstmals wieder mit einer Dividende gerechnet werden könnte.

Die angedachten Maßnahmen scheinen sich in die Innovationen einzureihen, die Wettbewerber wie McKinsey oder BCG bereits frühzeitiger angegriffen haben. Was konkret Roland Berger mit Kooperationen und Allianzen entwickeln und umsetzen wird, bleibt jedoch noch abzuwarten. Der Erfolg dieser Vorhaben steht und fällt mit dem Erfolg des mentalen und kulturellen Change-Prozesses. Ziehen alle Mitarbeiter an einem Strang, sind sie hoch motiviert und im Angriffsmodus? Es wäre der Beratungslandschaft zu wünschen, wenn die größte Strategieberatung mit europäischen Wurzeln langfristig und erfolgreich am Markt agieren würde.