Consulting-Häuser wollen Grundgehälter im Jahr 2023 um durchschnittlich fünf Prozent erhöhen

Eine Blitzumfrage des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) hat ergeben, dass die Consultingfirmen für das Jahr 2023 planen, die Grundgehälterbetrachtet über alle Hierarchieebenen und Größenklassen – um rund fünf Prozent im Durchschnitt anzuheben. Einzige Ausnahme: Das Grundgehalt der Unternehmensleitung soll im kommenden Jahr nur um durchschnittlich drei Prozent
steigen.

Signifikante Unterschiede bei der Gehälterentwicklung hinsichtlich Beratungsschwerpunkt wie beispielsweise Strategie- oder IT-Beratung ergeben sich
aus der BDU-Blitzumfrage nicht. Zudem beabsichtigen 80 Prozent der Marktteilnehmer, die steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie zu nutzen. Die Art und Weise fällt unterschiedlich aus: Knapp 40 Prozent der Unternehmensberatungen beabsichtigen, einen Teil des steuerfreien Maximalbetrags von 3.000 Euro im laufenden Jahr (17 Prozent) oder im Jahr 2023 (20 Prozent) an alle Mitarbeitenden auszuzahlen. Insgesamt 24 Prozent der Consultingunternehmen planen, allen Mitarbeitenden den gesamten Maximalbetrag entweder 2022 (18 Prozent) oder 2023 (6 Prozent) auszuzahlen.

BDU-Präsident Ralf Strehlau: „Die Ergebnisse unserer Blitzumfrage zeigen, dass auch in der Consultingbranche eine vollständige Kompensation der derzeitig hohen Inflationsrate durch die entsprechende Anhebung der Grundgehälter nicht möglich ist. Allerdings ist die Bereitschaft hoch, die vom Gesetzgeber möglich gemachte steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichszahlung zu nutzen. Das spricht für Augenmaß und erkennbare Verantwortung in den Leitungsebenen der Unternehmensberatungen zugleich.“

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