Deutschland-Chef von EY tritt zurück

Der aktuelle Chef der deutschen EY-Länderorganisation, Hubert Barth, tritt von seinem Amt zurück. Dies berichtet das Handelsblatt soeben mit Bezug auf EY-interne Quellen. Dieser Schritt kann als eine Reaktion auf EYs Rolle im Rahmen des historischen Wirecard-Skandals gesehen werden.

Seitdem der Wirecard-Skandal publik wurde, rückten verschiedene Akteure in den Fokus, um die Frage nach Mitverantwortlichen zu klären. Da EY langjähriger Wirtschaftsprüfer von Wirecard war und erst eine Sonderprüfung durch KPMG Ungereimtheiten aufdeckte, wurden zahlreiche Klagen gegen das Haus eingereicht. So fordert allein das Berliner Investmenthaus Invivo Capital € 9,5 Millionen Schadenersatz von EY. Das Ergebnis dieser Klage gilt als richtungsweisend für juristische Verfahren von weiteren geprellten Wirecard-Investoren. Hubert Barth ist in seiner bisherigen Funktion als verantwortlicher Deutschlandchef vorgeladen, am 16. März im Untersuchungsausschuss des Bundestags zur Causa Wirecard auszusagen.

Den zitierten Quellen zufolge wird Barth innerhalb von EY eine neue Aufgabe übernehmen: EY plant im Rahmen einer weitreichenden Reorganisation, die neue Einheit „Europa-West“ zu gründen. Hier soll sich Barth künftig engagieren, wie es heißt.


Bildquelle: EY

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